Der diesjährige Romero-Preis wurde an den peruanischen Priester und Menschenrechtsaktivisten Luis Zambrano vergeben. Im Rahmen eines Festaktes im Augustinum in Graz wurde im Beisein von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl der Preis am 14. November an Luis Zambrano übergeben.
Luis Zambrano wurde 1946 in Ica, Peru geboren. Seit Mai 1994 ist er Pfarrer der Kirchengemeinde Pueblo de Dios (übersetzt: Volk Gottes) in Juliaca. Gleich nachdem er in seine Pfarre gekommen ist, gründete er eine Armenherberge. Zambrano sagte einst: „Die Leute erfrieren mir vor der Kirchentür.“ Er wollte etwas gegen die offensichtliche Armut tun.
Als Menschenrechtaktivist setzt er sich vehement für die Rechte der indigenen und armen Menschen im Hochland von Peru ein. In letzter Zeit vor allem gegen die anhaltende politische Gewalt und Ungerechtigkeiten. Luis Zambrano ist Gründer und Präsident der „Sei So Frei“ Partnerorganisation „Fey derechos humanos“ (FEDERH), was übersetzt „Glaube und Menschenrechte“ heißt.
Zur Verleihung in Graz ist auch eine Gruppe aus Anger angereist. Wir durften Luis Zambrano persönlich begrüßen und mit ihm ins Gespräch kommen. Petra Rudolf vom ORF Steiermark moderierte durch den festlichen Abend. Es war ein würdiger Festakt für Luis Zambrano und für uns ein berührender, nachdenklicher und informativer Abend.