Pfarrkirche Fladnitz

Geschichte und Statistik
Die erste Kirche in Fladnitz wird urkundlich 1285 erwähnt und laut Pfarrchronik 1303 konsekriert. Pfarrpatron ist der hl. Nikolaus. 1483 nimmt man als Baujahr der jetzigen spätgotischen Kirche an. 1512 muss ein größerer Umbau stattgefunden haben, da wurde die Kriche neu konsekriert. Nach der Errichtung der Diözese Seckau gingen Zehent und Grundbesitz an das Bistum Seckau über, davor gehörten sie dem Erzbistum Salzburg. Den weltlichen Schutz erhielt die Pfarre durch die Vogtei Stubegg. Zur Pfarre gehörte bis 1686 auch die Filialkirche Arzberg.
1721 hat die Fladnitzer Kirche den achteckigen Turmaufbau mit der Glockenstube erhalten. 1736 schuf P.J. Straub den jetzigen Hochaltar. Das Hochaltarbild des hl. Nikolaus malte V. Hauck. Auch die Seitenaltäre wurden im 18. Jahrhundert erneuert. Bemerkenswert ist, dass diese Altarbilder von dem bekannten Barockmaler Ritter von Mölk stammen. 1922 bekam die Kirche drei neue Glocken. Bei der feierlichen Einweihugn erhielten sie die Namen NIkolaus, Florian und Margaritha.
Der Friedhof lag früher um die Kriche herum. Die Benützung der Gruft unter dem Presbyterium war seit Josef II. verboten. Nach einer Anzeige, 1875 bei der k.u.k. Bezirkshauptmannschaft Weiz, dass der Friedhof wegen der Nähe zu den Dorfbewohnern sanitätswidrig sei, wurde der neue Friedhof 1880 eingeweiht.
Zu der rund 67 Quadratkilometer großen Pfarre gehören die Gemeinden Fladnitz, Tulwitz und Tyrnau. 1770 wohnten in der Pfarre 1970 Menschne, bis 1900 stieg die Zahl auf 2160. Heute leben in der Pfarre Flandnitz, die seit 1956 zum Dekanat Weiz gehört, 1800 Menschen.