Trost und Hoffnung

Christliche Hoffnung
Für Christinnen und Christen bedeutet der Tod nicht das Ende, sondern den notwendigen Übergang zum ewigen Leben. Der Glaube an die Auferstehung schenkt Trost und Hoffnung auf ein Wiedersehen. Der für uns gekreuzigte und auferstandene Christus verheißt uns ein Leben in Fülle.
„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben,
damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.“
(Röm 15,13 ,Einheitsübersetzung)
„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit
verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“
(Dietrich Bonhoeffer)
Himmelsperspektive
(Psalm 126 nach Martin Gutl)
Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht,
das wird ein Fest sein!
Da wird unser Staunen von neuem beginnen.
Wir werden Lieder singen,
Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein:
denn Er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut in die Fülle.
Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Es werden lachen nach langen Jahren der Armut,
die Hunger gelitten.
Es werden singen nach langen, unfreien Nächten
die von Mächten Gequälten.
Es werden tanzen die Gerechten,
die auf Erden kämpften und litten für eine bessere Welt!
Denn Gott, unser Gott, ist ein Gott der ewigen Schöpfung.
Ein Gott, der mit uns die neue Erde, den neuen Himmel gestaltet.
Er lässt uns kommen und gehen,
lässt uns sterben und auferstehen.
Wenn Gott uns heimbringt aus den Tagen der Wanderschaft,
das wird ein Fest sein
Ein Fest ohne Ende!
Was in der Trauer helfen kann
Erfahrungen
- Mir hat geholfen, die Hilfe nahestehender Menschen anzunehmen, obwohl manche einen Bogen um mich gemacht haben.
- Mir hat geholfen, zu gehen, sich bewusst auf den Weg zu machen in der Natur.
- Mir haben die Rituale beim Begräbnis und die Trauerbegleitung sehr geholfen.
- Mir hat geholfen, mich bewusst mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen, bevor es mich betrifft.
- Mir hat geholfen, auch schwach sein zu dürfen.
- Mir haben Menschen geholfen, die ohne viele Worte da waren.
Mit Kindern über den Tod sprechen
Je nach Alter, stellen sich Kinder den Tod unterschiedlich vor.
- Bis 3 Jahre haben sie keine genaue Vorstellung. Das Kind merkt nur, das jemand nicht mehr da ist.
- Im Kindergartenalter verstehen sie langsam, was es bedeutet wenn jemand stirbt, verbinden es aber mit dem Alt sein.
- Mit 6 Jahren fangen sie an Fragen zu stellen: Wo ist der Verstorbene?
- Mit ca. 8 Jahren empfinden Kinder Gefühle, wenn jemand stirbt. Sie werden traurig und weinen, wenn Verwandte oder Freunde sterben.
Erfahrungen mit Kindern, die helfen
- Kinder brauchen Möglichkeiten zu trauern.
- Die Wahrheit sagen. Wir werden den Verstorbenen auf Erden nicht wiedersehen.
- Die Möglichkeit geben, sich zu verabschieden z.B. beim Begräbnis.
- Mit den Kindern über Gefühle und Verlust sprechen und diese Gefühle auch zeigen.
- Die Fragen der Kinder ehrlich und verständlich beantworten.
- Beim Begräbnis/Verabschiedung Begleitperson mitnehmen die ggf. auf Fragen eingehen kann.
